Aus grau wird bunt – eine eindrucksvolle Verwandlung

Erfolgreich hatte sich der Förderverein Jugend um Mittel aus dem Sozialen Verfügungsfonds der Gemeinde Eitorf beworben, um die Aufenthaltsqualität im Ortskern durch farbige Akzente zu verbessern. Beteiligt am Projekt war der bewährte Kooperationspartner Jugendcafé, Unterstützung leisteten die Gemeindewerke, die langfristig alle Verteilerkästen im Ortszentrum neu gestalten möchten.

Ziel des Projekts ist eine Aufwertung grauer, unansehnlicher und mit Schmierereien belasteter Flächen durch zeitgemäße Graffiti-Gestaltung. Neben der Absicht so mehr Farbe in den Ortskern zu bringen, erhoffen wir uns vom Projekt auch einen Rückgang unqualifizierter Schmierereien. Die von uns als Jugendprojekt gestartete Gestaltungsoffensive soll als Anstoß für weitere Akteure dienen, den Ortskern nachhaltig attraktiver zu machen.

Mit dem Jugendprojekt wollten wir zudem Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Chance bieten kreativ tätig zu werden und sich dabei mit dem eigenen Sozialraum zu identifizieren. Eine Fortsetzung als internationales Graffitiprojekt ist bereits in Planung.

Doch zunächst sind wir erfolgreich mit der Verschönerung der „Schmuddelecke“ Am Eichelkamp/Brückenstraße gestartet. Da die unattraktive Sitzecke auf dem Areal des Siegtal-Gymnasiums liegt, haben wir uns über die Zusammenarbeit mit Alexandra Wunderlich, Kunstlehrerin am SGE, und ihrer Schüler sehr gefreut. In ihren Kunstkursen hat Wunderlich mit den Schülern Entwürfe erarbeitet. Zum Zuge kam ein Aufruf gegen Rassismus, der dann gemeinsam mit dem renommierten Graffiti-Künstlers Kai „Semor“ Niederhausen umgesetzt wurde. Als nächster Baustein von „Aus Grau wird bunt“ folgt in Kürze der Verteilerkasten der Gemeindewerke am Posthof. Vom Sozialen Verfügungsfonds wurde das Projekt mit 2034 Euro bezuschusst, weitere Mittel und Eigenleistungen erbrachten Gemeindewerke und Förderverein.

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Das Projekt wird im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Stadtumbau West“ mit Mitteln des Bundes, der Landesregierung NRW und durch die Gemeinde Eitorf kofinanziert.